Die stillen Helden



Die stillen Helden

"Die stillen Helden"

Am 31. Jänner 1982 kamen in Werfenweng 13 Menschen bei einem Lawinenunglück umd Leben. Heftiger Schneefall mit Sturm prägte das Tagesgeschehen (Lawinenwarnstufe 6 (jetzt 5).

Gegen 15.00 Uhr ging in der Wengerau eine große Lawine im Gebiet der Elmaualm ab und verschüttete 17 Tourengeher. Binnen kürzester Zeit fanden sich etwa 400 Helfer aus Werfenweng, Pfarrwerfen, Werfen, Bezirk St. Johann i.Pg. und Land Salzburg ein. Weitere Retter aus dem Berchtesgadener Raum standen in Bereitschaft.

Totz der tödlichen Gefahr kämpften sie sich zur Unfallstelle vor und versuchten mit Einsatz des eigenen Lebens die Verschütteten auszugraben. Jederzeit hätte eine weitere Lawine ins Tal donnern können. Die Gefahr war den Rettern bewusst, aber in Moment wollten sie nur helfen und das eigene Risiko  ausgeblendet. Bis zum Abend des 31. Jänners konnten 16 der 17 Menschen geborgen werden, vier davon lebend.

Die stillen und bescheidenen Helden fragten nach dem Einsatz nicht nach einer Vergütung der Unkosten, der Auslagen und nach einer Versicherung, sondern freuten sich über Lob, Anerkennung und ein schlichtes Danke.

Wir konnten nur dem Herrgott danken, dass wir noch am Leben sind. So einen Einsatz kann man nie vergessen.

"Weniger Überheblichkeit"

Es sind auch Experten - wie Bergführer und Bergretter - unter die Lawine gekommen und wurden getötet. Bei einem Ausbildungskurs im Großglocknergebiet trugen die Bergretter kein LVS-Gerät und wurden von einer Lawine am Burgstall verschüttet. Meine Bitte an die Experten: Weniger Krtik, auch mit Rücksicht auf die trauernden Angehörigen, und mehr Mitarbeit bei der professionellen und erfolgreichen Aufklärung durch die vielen Fachleute.

Der Könner schweigt, es redet laut........

 

Autor: Hans Neumayer
Datum: 19.01.2019
Kategorie: Fun & Family
Gebiet: Werfenweng
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