Bild 2



Bild 2

Lawinenverschüttung - Kameradenhilfe

Hatte die Suche Erfolg, ist durch vorsichtiges Sondieren die Lage und Tiefe des Verschütteten möglichst genau festzustellen. Dabei bleibt das fündige Sondiergerät als "Richtsonde" für das Graben bis zum Schluß stecken. Sie zeigt, wie tief mit der nötigen Eile und ab wann langsam und vorsichtig zu graben ist, um das Opfer nicht zu verletzten. Nie direkt von Oben, sondern leicht schräg von der Seite auf den Verschütteten hinuntergraben, sonst steht man zum Schluß im engen Schacht auf dem Opfer. Außerdem benötigt man als Arbeitsraum und zur vorsichtigen Bergung des Verunglückten ein genügend großes Loch. Sobald man auf den Verunglückten stößt, läßt sich die Lage des Kopfes erahnen. Man muß nun vorsichtig - möglichst nur mit der Hand - dorthin vordringen. Bei einer ausgeschmolzenen Atemhöhle steigt die Hoffnung auf erfolgreiche Wiederbelebung. Gesicht und Kopf sofort freilegen und vor nachrutschendem Schnee schützen. Mund und Nase von Fremdkörpern, Schnee und Erbrochenem befreien. Die Atemspende muß nun unverzüglich beginnen, während andere Helfer weitergraben.(Quelle Flora,G-,Phleps,W. und Damisch,C Lawinenhandbuch).

Autor: Hans Neumayer
Datum: 10.03.2019
Kategorie: Lawinen
Gebiet: Hkg.
Andere Fotos zu dieser Tour: