Lamkopf (2846 m) - Weißkar



Am Samstag ging es gemeinsam mit Jürgen vom Dientner Sattel und ü. d. Erichhütte und durch das steile Weißkar auf den Lamkopf.

Verhältnisse: Ski tragen ab/bis Erichhütte, dann durchgehende Schneedecke sowohl im Aufstieg (Kanonenrohr) als auch bei der Abfahrt (linke Variante). Meist tragender Harschdeckel beim Aufstieg; bei der Abfahrt Firn und gut fahrbarer Sulz; nur im untersten Teil der Flanke war eine kurze Stelle mit großen Lawinenbahnen und Knollen zugeschüttet - sonst recht gleichmäßige Schneedecke.

lG Andi
www.riesner.at
Autor: Andi Riesner
Datum: 25.04.2010
Saison: 09/10
Gebiet: Berchtesgadener Alpen/Hochkönig

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Andreas Zauhar zu Aufstieg02.05.2010
also zum Thema Hund muss ich natürlich auch einen Kommentar dazu geben.

Zugegeben, früher hatte ich auch den Ergeiz, dass mein Jacky darauf mit muss, wo andere nicht raufsteigen. Hat er auch öfter geschaft. Kurze 2er Stellen und Hänge bis 45° sind kein Problem. Gosaukammrinnen liebt er. Da ist er schneller oben und wieder unten, als ich.

Oft wars halt auch ein logistisches Problem: Wohin mitm Hund, wennst mal was hundeuntaugliches machen magst.

Inwischen ist der o. g. Ergeiz aber verflogen. Jacky war heuer schon kurz unter einem Schneebrett, ist bei ca. 50° und im Sommer auf steilen Felsplatten mal ins Rutschen gekommen, konnte ihn gottseidank da jedesmal noch halten. Das stresst mich mehr, als ihn.

Fazit: Entweder doch mal in Begleitung daheim lassen, oder ihn bei zu steilen Sachen oder Klettertouren mit Pickel oder Bandschlinge an einem geschützten Platz mit einer Schüssel Wasser, ein paar Leckerlies und einem Zettel mit "Ich bin NICHT ausgesetzt, Herrchen kommt bald wieder" ausruhen lassen. Seit dem ist das viel entspannter.

Wünsch Euch Euch einen schönen Sonntag!
Heini Lechner zu Zustieg02.05.2010
...vorsorglich, bevor mich jetzt verantwortungsvolle Tennispapis und Eislaufmammis (und Kletterpapis) zerreissen: beide Begriffe stehen natürlich nur stellvertretend für einzelne Fälle, die aber nachgewiesener Maßen in diesen beiden Sportarten besonders ausgeprägt anzutreffen sind (waren?) - es gibt natürlich wie überall Ausnahmen - es gibt aber sehr viele (leider nicht öffentlich bekannte) Fälle die durchaus beinahe unter die Rubrik "Kindesmisshandlung" fallen könnten (Physisch und vor allem Psychisch!) - der boomende (Wettkampf-)Klettersport birgt ein ähnliches Potenzial - wer's nicht glaubt: man gehe in eine Kletterhalle - muss ja nicht in Salzburg sein ;-)
Heini Lechner zu Zustieg02.05.2010
"eure Probleme möchte ich haben" - tät unser Freund "Riedei" sagen ;-)
Trotzdem zum Thema Hund meine Meinung: ich würde meinen nicht mehr auf derartige Touren mitnehmen - weniger wegen der Absturzgefahr - ich war auch immer wieder erstaunt wie leichtfüßig sich zumindest ein mittelgroßer Hund im steilen Gelände bewegt - sondern weil ich eher befürchte, dass es dem Hund auf Dauer nicht gut tut (Hüfte, Wirbelsäule, etc. - was sagt der Tierarzt?) - außerdem möchte ich mich bei derartigen Abfahrten auf die Abfahrt konzentrieren.
Zum Thema Hund gibt es ja wirklich klassische, extreme Beispiele von z.B. Glocknerbesteigungen etc. mit Hund - das wiederum passt mir in dieselbe Ecke wie die in der Sportpsychologie bekannten "Eislaufmammis und Tennispapis" die sich verbissen über die Leistung ihrer Kinder definieren und so eventuelle persönliche (sportliche) Defizite kompensieren wollen. Gibt's natürlich auch im (Berg-)Klettersport ganz häufig - die Grenzen zwischen "gern mit den Kindern (Hund) etwas machen, sie zur Bewegung animieren und ihnen entsprechende Möglichkeiten bieten und o.a. (Kompensations-)Problematik sind fließend (nur zur Vorsicht: Wolfgang du bist hier keineswegs angesprochen - dazu kennen wir dich zu gut!)
Übrigens finde ich die Idee von Bernd genial hilfreich, den Schweinehund wirklich öfter (nicht nur beim Bergsteigen) in den (imaginären) Rucksack zu stecken und ihm zu zeigen wo's lang geht!
wolfgang tautschnig01.05.2010
Jaja der Schweinehund hat eher heuer mitgespielt!
Bernd: der Hund ist eigentlich ganz fröhlich im Weißkar herumspaziert bis so ca. 40-45° dann haben wir ihn sozusagen überschlagend weitergegeben - hab 2 Fotos zur heurigen Tour dazugestellt.
LG und schöne Saison noch,
Wolfgang
Gerd Frühwirth30.04.2010

Vielleicht hat er auch nur seinen Schweinehund gemeint, Bernd?!
;o)

Bernhard Niedermoser30.04.2010
frage an den wolfgang: ist dein hund letztes jahr bei diesem anstieg an die grenze gekommen oder bist du an die grenze gekommen, als du ihn bei 50 grad dann doch mit dem kopf voraus in den rucksack gepackt hast ?
;--))
spass bei seite: entsprechende einsinktiefe für den hund vorausgesetzt, bekommt der hund nicht irgemdwann ein neigungsproblem, wo er dann nicht mehr mag? oder gneisst er die situation eh nicht wirklich.

liebe grüsse       bernd
Andi Riesner27.04.2010
Danke Euch allen für die Anmerkungen!
@Wolfgang Kann mich noch erinnern - als wir uns am Göll getroffen haben hast Du uns vom Weißkar erzählt...

@Andi Hundstod Reibn hab ich ja grad am Freitag gemacht, wenn auch nicht "spezial"... In den Nordalpen wird der Schnee jetzt doch rasch knapper. Bei uns waren die Tragestrecken am Freitag sowie auch Samstag aber mehr als in Ordnung. Mal sehen was sich noch auftut. Ansonsten, wie gesagt, wir hatten eine ähnliche 2-Tagesaktion wie ihr vor - die steht natürlich weiter am Plan.

lG Andi
Andreas Eicher27.04.2010
Respekt Andi,
das ist einer meiner wenigen weißen Flecken in den Bergen vor meiner Haustür. Das Weißkar und das Bockkar fehlt mir noch.
Am WoEnd die Hundstodreib´n-Spezial... hast noch was bei uns vor??  
Andreas Zauhar27.04.2010
Servus Andi, Glückwunsch zu Eurer tollen gelungenen Tour. Habt es wohl super erwischt.


Sonnige Grüße, Andi
wolfgang tautschnig27.04.2010
Hallo Andi, Schöne Tour und tolle Verhältnisse?!
War da letztes Jahr mit dem Hund oben - ist ziemlich an seine Grenzen gekommen; mussten aber leider durch das Birgkar abfahren da im Weißkar alles zerlahnt war!
Schöne Touren noch,
Wolfgang