Monte Antelao (3.264 m) - "König der Dolomiten"



Ein bisschen - OFF Topic aber weil die Dolomiten so schön sind und vl. ist jemand interresiert wie die Verhältnisse dort aktuell sind!

 

Der Monte Antelao ist mit seinen 3.264m der zweithöchste Berg der Dolomiten und wird gern als "Dolomitenkönig" bezeichnet. Laut den Einheimischen gab es seit Anfang Dezember keinen nennenswerten Schneefall mehr - dementsprechend sicher waren auch die Bedingungen. 

 

Aufgund der Schneelage waren wir sehr froh, dass man die ersten 400hm über die Skipiste des Skigebiets von San Vito di Cadore aufsteigen kann. An der Bergstation angekommen kann man auf die dünne Naturschneeauflage wechseln und im Shark-Slalom zur Forcella Piccola aufsteigen. Ein recht griffiger Harschdeckel macht ein rasches Vorankommen möglich. 

 

An der Forc. Piccola angekommen geht es nun nordseitig weiter. Von hier an wird es etwas mühsam und man muss entw. auf Harscheisen wechseln oder wie wir auf die Steigeisen und weiter zu Fuß! 

 

Nach der ersten Steilstufe öffnet sich ein großes Kar und man kann den weiteren Routenverlauf durch die zwei sehr schmalen Rinnen schon sehen. In diesen sind Steigeisen notwendig.

 

Am Ende dieser Rinnen angekommen geht es weiter auf der sogenannten "La Laste". Ab hier könnte man wieder mit den Harscheisen weitergehen. 

 

Die Laste an sich ist auf ihrer Breite von 100m weder steil noch schwer, links und rechts gehts aber bis ins Tal runter. Entsprechend grandios ist auch die Aussicht. Nach oben hin verjüngt sich der Hang, wird nochmals etwas steiler und endet beim Skidepot.

 

Die letzten 150hm gilt es wieder mit den Eisen an den Füßen zu bewältigen. Zwei kurze Steilstufen und ein recht luftiger Grat trennen uns noch vom Gipfel. Eine kurze Traverse vom Vorgipfel zum Hauptgipfel vorbei an einem abdrängenden Felsen ist für uns die unangenehmste Stelle. 

 

Der Abstieg erfolgt wie der Anstieg die zwei Engstellen fahren wir sicherheitshalber nicht ab, weil doch immer wieder Steine rausschauen. Es haben jedoch nicht alle auf die Steigeisen gewechstelt - man kann deutlich Abfahrtsspuren erkennen. Eine bessere Schneelage würde eine Abfahrt um einiges vereinfachen.

 

Durch die aktuell extrem kalten Temperaturen war die gesammte Abfahrt sehr ruppig und auch westseitig war trotz Sonnenschein keine Spur von Firn.

 

An der Bergstation angekommen waren wir froh, dass alle Plomben noch an Ort und Stelle sind und wir konnten uns auf das Kuchenbuffet im Hotel stürzen.

 

Fazit: Ein wunderschöner Berg mit 2200hm Anstieg. 800 davon haben wir die Ski geschultert. Abfahrt: sehr bescheiden!!! 

Autor: Wallmann David
Datum: 12.02.2020
Saison: 19/20
Gebiet: Dolomiten

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