Gaisberg mit anderem Gesicht



Die Bilder sind zwar schon knapp 14 Tage alt, ich möchte sie euch aufgrund der Seltenheit dieser Schneemengen doch nicht vorenthalten.

Am 11.1. nutzten wir das Sonnenfenster zwischen den starken Schneefällen um von der Haustür weg auf unseren Hausberg zu gehen.

Die größte Gefahr am gewählten Weg vom Schloß Aigen über den Radauerbauern zur Zistel und dann weiter über den Stromschlag am Gipfel waren sicher nicht lauernde Lawinen, sondern die Baumbruchgefahr - obwohl diese auch erst am Wochenende danach massiv zugenommen hat.

Aktueller Stand (24.1.)

Die Strasse ist seit gestern wieder bis zum Spitz befahrbar, die Schneemengen ab Zistel zum Spitz sind enorm.

Von ganz herunten lohnt es zur Zeit nicht mehr wirklich, ein idealer Startplatz befindet sich in Oberwinkl bei der ehemaligen Langlaufloipe. Der angesagte Schneeregen/Schneefall kann die Baumbruchgefahr wieder drastisch steigern.

Autor: Edelmayr Toni
Datum: 11.01.2019
Saison: 18/19
Gebiet: Osterhorngruppe

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Andreas Zauhar zu Parken verbo...24.01.2019

Alle Bilder preisdächtig! Super Bericht!

Welzenbach Felix zu Gaisberg24.01.2019

Hallo Toni,

danke für die Fotos! Ich ging an dem Tag nur bis Zistel, weil mir das mit der Baumbruchgefahr weiter oben nicht geheuer war. Dafür waren oberhalb vom Hofstetter in einem engen Graben zwei Rehe eingeschlossen, die nicht mehr vor und zurück konnten. Ich hab versucht, mit der Schaufel eine Rampe zum Weg zu graben - obs gelungen ist, weiß ich nicht.

ich war dafür dann fünf Tage später oben, da sah es immer noch so aus und bei der Zistel sind noch mehr Bäume gebrochen.

Vor drei Tagen bin ich auch von der Gersberger Seite über die Kehren hinauf, bis Rundwanderweg trotz Schneebruch noch gut zu gehen, danach weichen die Steigspuren immer weiter auf den flacheren Nordwestrücken aus, die Kehren sind von meterhohem Schnee und massivem Schneebruch verlegt - ich bin gespannt, was von dem ursprünglichen Steig nach der Schneeschmelze noch zu sehen sein wird. Am Sender quert man schräg unterhalb hinauf, weil der Metallzaun durch den Schneedruck geborsten ist. Ich war mit Schneeschuhen oben, bergab eher nicht zu empfehlen, Orientierung trotz Hausberg schwierig (ok, bin zugereist, aber war schon über 50x oben).

Der Wald oberhalb von ca. 1100m Höhe ist eine einzige Tragödie.

Gruß,Felix