Lärchkogel und Eiblkogel



Wenn in einem großen Teil des Bundeslandes Lawinenwarnstufe 5 herrscht, und man unternimmt an einem solchen Tag eine Skitour, dann wird man schon öfter einmal gefragt, ob man im Oberstübchen noch richtig tickt. Dazu bedarf es einer Klarstellung.

Skitouren bergen als Outdoor Sportart grundsätzlich ein Risiko in sich. Für jede Tour gibt es in unserer Tourenrunde eine akribische Vorbereitung. Dazu gehört natürlich auch das Studium des Lawinenlageberichts. Man will ja schließlich im ureigensten Interesse sicher auf den Berg hinauf- und von dort auch wieder herunter kommen. Die meisten Lawinenunfälle ereignen sich statistisch bei Lawinenwarnstufe 3 („Erheblich“). Ist diese höher, so kommt bei der Tourenplanung auch noch die Überlegung der sicheren An- und Abfahrt dazu. Wenn Verkehrswege von Spontanentladungen und Baumbruch bedroht sind, dann werden solche Wege aus der Tourenplanung selbstverständlich ausgespart.

 

Die Lawinenwarnstufe 5 („Sehr groß“) wurde heute in der Steiermark nur für den Bereich der Nordalpen ausgegeben. Wenn es im Land wegen der anhaltenden Nordströmung aber weiter südlich eine Bergregion gibt, die auch noch ausreichend Schnee für Skitouren hat, die Lawinenwarnstufe dort aber nur mit „Mäßig“ (Stufe 2) ausgegeben ist, dann sollten auch an einem Tag, an dem einige Gemeinden im Land zum Leidwesen der dort lebenden Menschen zum Katastrophengebiet erklärt worden sind, keine Pauschalverurteilungen der Bewegung in der freien Natur Platz greifen.

Selbstverständlich gilt es dabei, die auch bei Lawinenwarnstufe 2 bestehenden Gefahrenbereiche tunlichst zu meiden und die Lage vor Ort zu beurteilen.

 

Aufstiegsroute: 1. Weitentalgraben (PP unterhalb der Rodelpiste) - Zechneralm - Melkboden; 2. Zechnerboden - Kreuzsattel - Eiblkogel

Abfahrtsroute: 1. Lärchkogel - Melkboden - Zechnerboden; 2. Eiblkogel - Weitental - Ausgangspunkt

Autor: Schitter Franz
Datum: 09.01.2019
Saison: 18/19
Gebiet: Gleinalpe

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