a bisserl Göll dann Scheibenkaser



Am Morgen noch die Überlegung, welche Tour heute Sinn macht. Weg fahren möchte ich nicht, südseitig wäre besser, aber in Berchtesgaden geht südseitig der Schnee ziemlich weit oben an.

Also eine Tour mit höherem Ausgangspunt wählen (Hoher Göll) und hoffen dass die Temperaturen doch ausreichen um zumindest das Alpeltal ein wenig weicher werden zu lassen.

Vom Auto trägt man die Schi wie im Frühjahr bis übers Sommerwandl. Das Sommerwandl ist gut zu gehen. Die Hoffnung hat sich leider nicht bestätigt, das Alpeltal blieb eisig hart. Ich hatte leichte Alu Steigeisen dabei, was kein Fehler war. Im oberen Alpeltal schwand die Hoffnung auf bessere Verhältnisse immer mehr und ich bin umgedreht. Wie mir später von einem Abfahrer bestätigt wurde, waren oben die Verhältnisse anscheinend genau so hart wie im Alpeltal. Er war auch am gestern am Göll, ist aber wegen des Föhnsturms nicht auf den Gipfel gekommen. Allerdings war der Schnee gestern bis oben weich.

Ich wollte dann noch schauen, ob heute der Scheibenkaser die bessere Wahl gewesen wäre. Mit Schi fahren hat eigentlich nur der Hang unterm Scheibenkaser und der Wald bis zum Bründl zu tun. Ab dort bin ich bei der "Abfahrt" in Spitzkehren meiner Aufstiegsspur nachgefahren. Zwei Mal die Schi ausziehen und ab dem Forrstweg sowieso Schi tragen - der Scheibenkaser geht besser zu Fuß.

Autor: Roman Kurz
Datum: 10.01.2018
Saison: 17/18
Gebiet: Göll und Untersberg

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Aicher Bernhard10.01.2018

Da hast Du etwas zu früh aufgegeben. Am Gipfel war es (ganz anders als angeblich gestern) absolut windstill und der lange Schlußhang zur Gipfelquerung war Mittag aufgefirnt und so schön zu fahren wie selten. Auch durch das schattige Alpeltal ging es dann recht zackig runter, zumindest ist man nirgends eingebrochen.

Bei der Abfahrt des Hanges oberhalb vom Sommerwandl hab ich mir vorgenommen, die Kanten der Skier wieder mal zu schleifen.
Der ganze Hang war heute definitiv nichts für Leute ohne rechtem Gottvertrauen und/oder Skitechnik. "Lieber Gott, mach mich fromm, dass ich heil da runter komm' ..."

Ansonsten hatte ich zwischendurch recht unterhaltsame Gespräche bzw. Erlebnisse mit den paar Leuten, die unterwegs waren:

1) Einer hat ganz unten an den Seilen einen Skistock abgebrochen und kam mir "einhändig" entgegengefahren. Keine Ahnung wie der raufgekommen ist, muss an den Genen liegen.

2) Einer hat sich auf der pickelharten Querung zum Gipfel beide Harscheisen gebrochen. Manchmal lohnt es sich halt doch die Steighilfe auch im Flachen drin zu lassen.

3) Ein anderer hat am Gipfel dann noch einen Ski (ohne Stopper!) rechts runter "laufen lassen". Maria hat geholfen (ich zugeschaut) und kurz vor knapp ist der Ski doch noch nach einem Überschlag in einem Loch aufrecht zum Stehen gekommen.