Birnhorn



Der Klassiker, der nie eine Modetour werden wird, ist für mich eine der schönsten Skitouren.

 

Die erste halbe Stunde müssen die Ski getragen werden. Darüber plötzlich wächst der Schnee ganz schnell und wir konnten von da weg durchwegs mit Ski weitergehen. Im lichten Lärchenwald ab Höhe der Jagdhütte gab es noch viel unberührten Pulverschnee.

Nach den erstem steilen schattigen Nordhang wählten wir den Aufstieg rechts in der Sonne. Da war zwar Spurarbeit angesagt, aber dafür war es nicht so saukalt wie in den Schattenhängen des Kuchelhorns.

Als wir in dem breiten Kessel zischen Jauzkopf und Hundshörnl angekommen waren,

konnten wir uns einen der kleinen Gipfel vor uns aussuchen. Allesamt mit unverspurten Pulverschneehängen.

Wir wählten das Östl. Rothörndl. Nach der Traum-Pulverschneeabfahrt fellten wir noch einmal auf und stiegen bis zum Kuchelnieder, dem Skidepot des Birnhorn, auf. Der Gipfelanstieg präsentierte sich noch mit ziemlich viel Schnee, über weite Strecken war aber das Stahlseil bereits frei.

Die Abfahrt war leider nicht die erhoffte lange Pulverschneeabfahrt. Der Wind hatte  

ganze Arbeit geleistet. Konzentration war gefragt, denn heimtückisch wechselten Pulver, Windpress, und harte abgeblasene Stellen sich ab. Erst an Lärchenwald hatten wir noch einmal ungetrübtes Pulverschneevergnügen. Der Ziehweg unten war gut ausgefahren, noch einmal hieß es sich konzentrieren, um nicht in den Stauden einzufädeln.

 

Die Tour sollte von den Schneeverhältnissen noch sicher 2-3 Wochen gehen.

Autor: Sepp Auer
Datum: 20.03.2016
Saison: 15/16
Gebiet: Leoganger Stoaberg

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