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Lagebericht
Sa. 16.03.2019
update 16.03.19 7:30 (Claudia Riedl)

Nassschneelawinen und Triebschnee ab etwa 2200 m

Nachmittag

Vormittag

Der Triebschnee vom Freitag ist ab etwa 2200 m noch durch das Gewicht eines einzelnen Wintersportler auslösbar, ansonsten benötig man meist große Zusatzbelastung. Die meisten Gefahrenstellen befinden sich im kammnahen Nord- und Ostsektor. Spontan können sich aus stark besonntem Steilgelände trockene und nasse Lockerschneelawinen (der letzte Neuschnee, vereinzelt auch große) lösen. Ein weiteres Thema sind Gleitschneelawinen auf steilen Grasmatten. Auch diese können vereinzelt groß werden.

Gefahrenbeurteilung

Die Lawinengefahr ist MÄßIG bis ERHEBLICH: Schneebretter (auch feuchte und für den Wintersportler gefährlich große) können ab etwa 2200 m durch geringe Zusatzbelastung ausgelöst werden. Darunter benötigt man meist große Zusatzbelastung um ein Schneebrett auszulösen. Die meisten Gefahrenstellen befinden sich kammnah im Nord- und Ostsektor. Hochalpin bildet der kräftige Wind aus Nordwest bis West am Vormittag auch südseitig Einwehungen.

SPONTANE LAWINEN: Vor allem aus besonntem, felsdurchsetztem Steilgelände können heute kleine bis mittlere trockene und feuchte Lockerschneelawinen abgehen. Große Lawinen und Schneebretter sind nur noch vereinzelt dabei. (Die meisten sind bereits am Freitagabend bzw. in der Nacht zum Samstag abgegangen.) Gleitschneelawinen sind auf steilen Grasmatten möglich (vereinzelt auch große).

Schneedeckenaufbau

Auf eine sehr kompakte Altschneedecke fielen in der Nacht auf Freitag 20 cm bis 60 cm kalter Neuschnee (am meisten in den Nordalpen und hochalpin in den Tauern) und am Freitagnachmittag und -abend um die 40 cm warmer Schnee (es hat bis etwa 2000 m hinauf geregnet). Der Neuschnee konnte sich mit der Erwärmung in der Nacht zum Samstag bereits setzen bzw. ist aus dem Steilgelände teilweise als Lawine abgegangen. Die Lawinen reißen nicht auf den Altschnee durch. Als Schwachschicht dient die Grenze zum Altschnee (Harschdeckel oder gesetzter Pulver).

Alpinwetter der ZAMG Salzburg

Die Sicht ist heute, Samstag, bis Mittag durch Wolken und Nebel vorerst noch eingeschränkt. Zum Teil kann es zeitweise leicht regnen oder schneien, Schnee fällt oberhalb von 1500 m bis 1800 m. Ab Mittag lockern die Wolken auf und lassen zunehmend die Sonne scheinen. Der Wind ist in den Hochlagen anfangs noch stürmisch, lässt tagsüber aber nach. Leichter Temperaturanstieg: In 2000 m -1 bis 3 Grad, in 3000 m -6 bis -2 Grad.
Die Nacht auf Sonntag verläuft klar. In den Tauern macht sich bereits Südföhn bemerkbar.
Morgen, Sonntag, scheint bei sehr guter Sicht meist die Sonne. In den Hochlagen der Tauern weht zum Teil kräftiger Südwind, der am Nachmittag Wolken bringen kann die die Gipfel direktam Alpenhauptkamm einhüllen. Es ist relativ mild, in 2000 m hat es bis 8 Grad, in 3000 m bis 0 Grad. Am Abend kühlt es mit einer Kaltfront markant ab.

Tendenz

Am Sonntag den Tagesgang beachten. Hochalpin bildet in den Tauern der Südföhn frischen Triebschnee.





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