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Lagebericht
Fr. 14.12.2018
update heute 7:32 (Bernhard Niedermoser)

Maßige Schneebrettgefahr ab Waldgrenze bzw. ca. 2000m. In Föhnschneisen heikler

Nachmittag

Vormittag

Die Lawinengefahr ist bis 1800/2000m hinauf GERING und die Bedingungen sind günstig. Darüber gibt es ein TRIEBSCHNEEPROBLEM. Die Gefahr ist überwiegend MÄßIG. Unmittelbar am Alpenhauptkamm ist man eng begrenzt (betrifft einen Föhnstreifen von nur wenigen Kilometern) nahe an ERHEBLICH (Stufe 3). In den Föhnzonen gibt es starke Unterschiede auf engstem Raum.

Gefahrenbeurteilung

Hauptgefahr sind Triebschneepakete. Der frische Föhntriebschnee ist gut zu erkennen und teilweise noch bei geringer Belastung auslösbar. Unmittelbar am Alpenhauptkamm ist der teilweise schon kompaktere Triebschnee in einigen Föhnschneisen umfangreicher; konzentriert sich auf kammerferne Leehänge und Rinnen. Abseits des Alpenhauptkammes gibt es deutlich weniger Gefahrenstellen und meist nur kammnahe, dünne und kleinräumige Triebschneeschichten/linsen .

Der ältere Triebschnee vom Wochenbeginn ist vereinzelt bei großer Zusatzbelastung an den Übergängen und Einfahrten zu den prall gefüllten Rinnen/Mulden und in schneearmen Zonen, insbesondere im Nordsektor ab 2400m aufwärts, noch auslösbar.

Nebenthema: kleine Gleitschneelawinen aus Grasmatten mit 45 Grad plus

Schneedeckenaufbau

Der ergiebige Neuschnee/Triebschnee vom Wochenbeginn hat sich merklich gesetzt. Die Störanfälligkeit der alten Triebschneepakete hat abgenommen. Tiefere Schwachschichten findet man an der Grenze zum und im Novemberschnee ab ca. 2400 m aufwärts im Nordsektor der Tauern. Sonst war es vor dem Wintereinbruch aper.

Seit gestern bearbeitet Südföhn die oberen Schichten, auch in der letzten Nacht. Unmittelbar am Alpenhauptkamm war die Triebschneebildung teilweise umfangreicher, insbesondere in den Föhnschneisen. Abseits der Tauern waren die Umlagerungen oberflächlich und dünn. Der frische Triebschnee war gestern teilweise auf der kalten, teils reifigen Unterlage leicht auslösbar.

Alpinwetter der ZAMG Salzburg

Die Lungauer Berge sind im Nebel, dort kann es leicht schneien. Sonst sind die Berge frei und der Vornmittag sonnig. Im Tal liegt Nebel und über Gipfelniveau breiten sich am Nachmittag dichte Schichtwolken aus. Somit wird die Sicht diffus. Leichter bis mäßiger Südföhn (um 40 km/h in den Tauern, am Nacnmitag nachlassend). Kalt mit -8 Grad in 2000 m, in 3000m um -14 Grad.

Einen sonnigen Bergtag bringt der Samstag. Am Alpennordrand halten sich anfangs wahrscheinlich tiefe Wolkenschichten, die sich auflösen. Überall sonst ist es ganztags sonnig und klar. Schwacher, direkt am Alpenhauptkamm auch lebhafter Nordwind. Weiterhin kalt: in 2000m um -9 Grad, in 3000m um -14 Grad.

Tendenz

Lawinengefahr geht weiter zurück. Unter 1800/2000m meist GERING, darüber MÄßIG.





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